Alexandra Lehmler

Alexandra Lehmler

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Alexandra Lehmler    saxophone

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Matthias Debus bass

Apollonio Maiello   piano

Rodrigo Villalon   drums

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Frank Tortiller vibes

Patrice Heral drums

Matthias Debus bass

 

„FEDERNDE LATINRHYTHMEN UND MÄCHTIGER GROOVE SIND DEN KOMPOSITIONEN OFT UNTERLEGT, UND ÜBER DEM GUTKLINGENDEN KANN DIE MUSIK AUCH MAL EXPERIMENTELLER WERDEN. (…)

EIN JAZZ VON GROßER REIFE, EBENSO SOUVERÄN UND ABGEKLÄRT WIE ERRENGEND MODERN.“

Rainer Köhl in der Rhein-Pfalz

Alexandra Lehmler liebt die klaren und deutlichen Worte. Ihre vorletzte CD hat sie nicht zufällig „No Blah Blah“ genannt, ihr aktuelles Album trägt den prägnanten Titel „Jazz, Baby!“. Und die Saxophonistin aus Mannheim lässt auch damit ihren Worten Taten folgen. Jazz ist für sie nicht nur ein blutleerer Begriff, sondern Musik, die in höchstem Maße lebendig ist. Und spätestens beim Hören ihrer Kompositionen weiß jeder, was gemeint ist.

Der Reiz des Jazz liegt für die 34-jährige Musikerin aus dem Südwesten Deutschlands in den schier endlosen klanglichen Möglichkeiten. Lehmlers Musik ist der klingende Gegenbeweis, dass Jazz, so wie sie ihn versteht, in irgendwelche Schubladen passt. Jazz ist eben das, was man daraus macht…

Jazz ist Energie, er drängt nach vorne. Jazz ist Musik fürs Publikum, das bei Alexandra Lehmlers Konzerten diese Magie schon nach wenigen Momenten spüren kann. Dafür sorgen neben der Bandleaderin, die sämtliche Saxophone beherrscht, auch ihre bestens eingespielte Band: mit Apollonio Maiello (Piano), Matthias Debus (Bass) und Rodrigo Villalon (Schlagzeug) hat sie nicht nur hochkarätige Improvisatoren, sondern auch ausgewiesene Teamplayer in ihre Band geholt. Und der unverkennbar variable, moderne Sound der Band lässt erahnen, dass die vier Musiker nicht erst seit gestern zusammen spielen.

Alexandra Lehmler ist aber auch deshalb am Jazz-Puls der Zeit, weil sei nicht zum x-ten Mal die Klassiker der Jazzliteratur zum Besten gibt, sondern am liebsten ihre eigenen Kompositionen spielt. So haben sie und Bassist Matthias Debus ihrer Band auch diesmal maßgefertigte Stücke auf den Leib geschneidert, die so bunt sind, wie ihre musikalischen Einflüsse.

Was die Musikerin und ihre Band an Musik bietet, ist ein aufregendes, temperamentvolles Kondensat aus klassischen Jazzelementen mit erfrischenden Einflüssen vom Balkan und aus Lateinamerika. Auch Weltmusik schimmert durch, tritt gelegentlich sogar in den Vordergrund.  Manchmal funkeln klassische Elemente, manchmal wird es auch rockig, dreckig, derb.

Und am Ende ist es eben „Jazz, Baby!“: 100% zeitgemäß und ohne Kompromisse.

Neuester Streich der umtriebigen Saxophonistin ist ihr neues Quartett. Anlass für dieses Projekt war ein Auftritt im Rahmen des Enjoy Jazz Festivals 2014: Alexandra Lehmler hatte freie Hand und lud neben der deutschen Trompeter-Legende Herbert Joos den preisgekrönten französischen Vibraphonisten Franck Tortiller und DEN französischen Jazzschlagzeuger Patrice Héral ein, um mit ihr und Matthias Debus (Bass) den Abend zu bestreiten.

Diese Begegnung war für alle Seiten so inspirierend und das Konzert so erfolgreich, dass im April 2015 die CD-Aufnahme folgte. Wir dürfen uns auf eine Veröffentlichung freuen, die lebendigen und höchst virtuosen Jazz dreier Musikergenerationen aus zwei Ländern mit großer Jazztradition präsentiert!

stern_gr

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Da geht einem das Herz auf. Alexandra Lehmler (…) hat für „No Blah Blah“ elf Stücke eingespielt, in denen sie so ziemlich alles aufnimmt, was es zwischen Fusion, Ibero-Jazz, Space-Jazz, Lateinamerika, Südamerika, dem Mittelmeerraum, Garbareks Skandinavien und den Beats von Drum´n´Bass an Rhythmen und Melodiebildung gibt. Bei anderen könnte daraus eine Ansammlung von Beliebigkeiten entstehen – nicht bei ihr. Die Elemente vereinen sich zu einer vom ersten bis  zum letzten Ton schlüssigen Melange, bei der – ähnlich wie auf dem Teller mancher Sterneköche – die Herkunft der einzelnen Zutaten völlig unwichtig wird. Lehmler selbst bläst auf Sopran-, Alt- und Baritonsaxofon klare Melodien, nicht als effektvoll herausgestellte Frontfrau, sondern wunderbar ins Ensemble eingebettet und doch prägend. (…) Dabei entsteht durch die permanenten Rhythmus- und Farbenwechsel eine gewisse Sogwirkung und das Gefühl, es könne immer wieder etwas Neues, Unerwartetes in die unaufdringlich fließende Klangwelt kommen. Kurzum: Das Zuhören macht Spaß.

RONDO 02/2012, WERNER STIEFELE

Künstlerische Authentizität als möglicher Weg zum Erfolg? Jedenfalls zeigen sich in den elf Tracks des Albums spielerischer Witz und Reife ebenso wie ein breites stilistisches Spektrum, in dem als Farben Latin und auch Modern Jazz schillern, aber dennoch genügend Raum für Folklorehaftes, Pop- und Weltmusikalisches ist.

JAZZTHING, MARTIN LAURENTIUS, 92-2012-

 

Da sind südamerikanische Klänge zu hören, aber es erklingen auch mediterrane Leichtigkeit und orientalische Tiefe, und dass es zwischendurch kräftig rockt, ist fast selbstverständlich: die Musik des Alexandra Lehmler-Quintetts besticht durch Eigenständigkeit und Offenheit. Die stilistische Vielfalt wird zu einer eigenen Musik geformt, die voller Drive und Intelligenz steckt und das Publikum im vollbesetzten Jazzkeller in den Bann zieht.

SÜDKURIER.DE, FRIEDHELM SCHULTZ, 01/2012

Selten ist es einer Platte gelungen, die forschende, drängende Neugier einer Künstlerin so wunderbar einzufangen. Was sicherlich auch damit zusammenhängt, dass die Musiker sich über eine lange Zeit kennen und Alexandra Lehmler so den optimalen Freiraum für ihren musikalischen Forscherdrang zur Verfügung stellen können. Dabei heisst Freiraum schaffen nicht, dass der gemeinsame kreative Dialog auf der Strecke bleibt. Der wird unter anderem dadurch weiter angeheizt, dass Alexandra Lehmler als Basisinstrument zwar ihr Altsaxofon ins äusserst geschmeidige Spiel bringt, aber auch zu Sopran- und Baritonsaxofon greift. (…) Alexandra Lehmler klingt die gesamte Platte über so frei und beschwingt und vermittelt bei jeder gespielten Note das Gefühl, dass sie gerade genau das tut, was sie tun möchte. Deshalb ist das Album auch so grandios überzeugend.

JAZZ´N´MORE, 03/2012