Natalia Mateo

Natalia Mateo

Mateo_by_GrosseGeldermann_4 m

Natalia Mateo      voice

Dany Ahmad    guitar

Simon Grothe    keys

Hannes Hüfken    bass

Jan-Phillip Meyer     drums

 „Diese Stimme hat eine eigene Geschichte zu erzählen.“

DIE ZEIT

Natalia Mateo ist eine, die ihren eigenen Weg geht, unangepasst, aber doch nahbar und weit weg von den klischeehaften Vorstellungen über Jazzsängerinnen. Ein junges Original mit ganz eigener Geschichte, das offen und vorurteilsfrei durch die musikalische Welt geht:

„Jazzblüten mit tiefen Wurzeln“, so fasste die FAZ einen Konzertauftritt von Mateo zusammen. 

Die Sängerin ist eine Wanderin zwischen den Welten, musikalisch und im Leben. Geboren in Warschau als Tochter eines klassischen Sängers, aufgewachsen in Österreich und jetzt in Deutschland lebend hat sie die unterschiedlichsten Eindrücke und Kulturen in sich aufgesogen und verarbeitet. Mateo hat ihren eigenen musikalischen Wohlfühlort gefunden. Dieser klingt überraschend selbstverständlich und überaus spannend: Sie schöpft aus der slawischen Liedtradition, aus amerikanischem Jazz und dem Singer-Songwritertum sowie der zeitgenössischen Pop- und Rockmusik. Selbstgeschriebene Stücke mit englischen und auch polnischen Texten überführt sie in eine zeitgemäße Ästhetik.

Mateos klangvolle west-östliche Vereinigung ist nicht ausgedacht, sondern reflektiert ihre persönliche Geschichte. Ihre Musik ist wie eine unphilosophisch vorgetragene Weltanschauung, ein im besten Sinne leidenschaftlich-sinnlicher Ausdruck der Versöhnung all der Zerrissenheiten, die einem Menschen eine ehrlich erlebte, globale Welt beschert. Sie ist ein sehr persönliches Liebesbekenntnis an die Tradition und die Moderne, an die Vertrautheit und das ständig in den Köpfen und Herzen pulsierende Fernweh, an die Schönheit der Gebundenheit, tiefster Zwischenmenschlichkeit und der gleichzeitig gelebten Unabhängigkeit.

In Mateos Musik „steckt das geheimnisvolle Andere, das einen in den Bann zieht“, fasst die Jazzthetik treffend zusammen.

Die Musik auf ihrem aktuellen Album „De Profundis“ (lateinisch: aus der Tiefe) ist inspiriert von Mateos Zeit in ihrem Geburtsland Polen und der natürlichen Nähe zu slawischen Traditionen, von internationalen Einflüssen in ihrer Wahlheimat Berlin und von unkonventionellen Künstlerinnen aus Musik, Literatur und Kunst: An Freigeistern wie Björk, Joni Mitchell, Maya Angelou und Louise Bourgeois schätzt Mateo den unaufgeregten aber paradoxerweise vehementen Ausdruck sowie die Beharrlichkeit in der Kreativität und die erkennbare Tiefsinnigkeit der Inhalte. Couragiert und konsequent folgt auch Mateo als Sängerin, Komponistin und Bandleaderin ihrer Intuition und kreiert einen enorm starken Ausdruck. Facetten aus Jazz, polnischem Folk und Singer/Songwriter-Ästhetik verbindet sie zu einem schillernden Vexierspiel von ergreifender Intensität. 

„De Profundis“ ist gekennzeichnet durch fokussierten Spielhaltung, deren pointierte Dynamik von feinen Nuancen bis zu kraftvollen Verdichtungen reicht. Mateo fesselt mit Intensität durch Zurückhaltung. Reduktion sowie gezielte Instrumentierung schaffen intime Nähe und einen unverwechselbaren Sound. Leise Passagen mit Gänsehaut-Atmosphäre kontrastieren mit überraschend energiegeladenen Aufschwüngen. Längst ist die 1983 geborene Künstlerin selbstbewusst genug, um bisweilen zu polarisieren. 

Verglichen mit ihrem weithin gelobten ACT-Debüt „Heart of Darkness“, für das sie 2016 mit dem ECHO Jazz Award als beste Nachwuchskünstlerin ausgezeichnet wurde, singt Natalia Mateo auf „De Profundis“ häufiger in ihrer Muttersprache Polnisch. Neben einem traditionellen Lied aus ihrer alten Heimat haben sich Mateo und ihre Band auch jüngere Stücke anderer Autoren angeeignet und interpretieren diese auf sehr eigene Art. Etwa Krzysztof Komedas Thema für Roman Polańskis Filmklassiker „Rosemary’s Baby“ sowie Dolly Partons „I Will Always Love You“. All das kleidet die Band in individuelle Arrangements, die konventionelle Fusion entschieden hinter sich lassen.

Ob Eigenkomposition oder Cover, melodisch-leise oder kantig-dynamisch, melancholisch gestimmt oder ungehalten: die Spannweite auf „De Profundis“ ist groß und jeder Titel offenbart stärker denn je Natalia Mateos eigenständiges Profil.

stern_gr

Ihre Stimme besitzt etwas Kristallines, etwas melancholisch Sprödes. Sie klingt verletzlich – aber nicht verletzt. Selbstbewusst, ohne auch nur den Ansatz eines elitären Anspruchs.

Jazzpodium

Unangepasst, eigen, unprätentiös im Auftreten, mit einer umwerfenden Wucht aus Melancholie und Kraft in der Stimme. 

Deutschlandradio Kultur

Diese (…) Vokalistin hat das gewisse Etwas, mit dem sie die Stoffe mit Individualität und Glaubwürdigkeit auflädt und ihr Programm sinnlich plausibel macht, dazu ein dezent sekundierendes Quintett (…).. Eine sehr bemerkenswerte Ankunft ergibt das jenseits des Üblichen, weil hier Charisma, Weltläufigkeit und unalltägliche Arrangements in eine eigene Ästhetik transformiert werden.

Jazzthetik 11/18

Ganz nah kommt diese Stimme an einen heran. (…) Man spürt, dass Natalia Mateo einem etwas zu sagen hat.

Jazzthing