Natalia Mateo

Natalia Mateo

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NATALIA MATEO    vocals

SIMON GROTE   piano

DANY AHMAD   guitars

CHRISTOPHER BOLTE bass

FABIAN RISTAU drums & percussion

PREISTRÄGER DES

ECHO JAZZ 2016

NEWCOMER DES JAHRES

Sie ist eine der neuen Stimmen im zeitgenössischen Jazz: Natalia Mateo.

Eine, die ihren eigenen Weg geht, unangepasst, aber doch nahbar und weit weg von den klischeehaften Vorstellungen über Jazzsängerinnen.

Ein junges Original mit ganz eigener Geschichte, das offen und vorurteilsfrei durch die musikalische Welt geht:

„Jazzblüten mit tiefen Wurzeln“, so fasste die FAZ kürzlich einen Konzertauftritt von Mateo zusammen.

Die 31-jährige Sängerin ist eine Wanderin zwischen den Welten, musikalisch und im Leben.

Geboren in Warschau als Tochter eines klassischen Sängers, aufgewachsen in Österreich und jetzt in Deutschland lebend hat sie die unterschiedlichsten Eindrücke und Kulturen in sich aufgesogen und verarbeitet.

Mateo hat ihren eigenen musikalischen Wohlfühlort gefunden. Dieser klingt überraschend selbstverständlich und überaus spannend: Sie schöpft aus der slawischen Liedtradition, aus amerikanischem Jazz und dem Singer-Songwritertum sowie der zeitgenössischen Pop- und Rockmusik. Selbstgeschriebene Stücke mit englischen und auch polnischen Texten überführt sie in eine zeitgemäße Ästhetik. Zudem hat sich Mateo einige internationale Songs angeeignet, die ihr am Herzen liegen. All das kleidet die Band in individuelle Arrangements, die konventionelle Fusion entschieden hinter sich lassen.

Mateos klangvolle west-östliche Vereinigung ist nicht ausgedacht, sondern reflektiert ihre persönliche Geschichte. Ihre Musik ist ein Spiegelbild der eigenen Biografie. Sie ist wie eine un-philosophisch vorgetragene Weltanschauung, ein im besten Sinne leidenschaftlich-sinnlicher Ausdruck der Versöhnung all der Zerrissenheiten, die einem Menschen eine ehrlich erlebte, globale Welt beschert. Sie ist ein sehr persönliches Liebesbekenntnis an die Tradition und die Moderne, an die Vertrautheit und das ständig in den Köpfen und Herzen pulsierende Fernweh, an die Schönheit der Gebundenheit, tiefster Zwischenmenschlichkeit und der gleichzeitig gelebten Unabhängigkeit.

In Mateos Musik „steckt das geheimnisvolle Andere, das einen in den Bann zieht“, fasst die Jazzthetik treffend zusammen.

Heart of Darkness“ , Mateos ACT-Debut, ist inspiriert durch die gleichnamige Erzählung des polnischen Schriftstellers Joseph Conrad, ein Literaturklassiger aus dem 19. Jahrhundert. „Hier geht es um einen Aufprall von Kulturen, um Fremdheit und die Abgründe des Herzens. Ich finde die Anspielung toll, denn meine Musik erzählt viel davon“, erklärt Mateo. Hört man zum Beispiel ihre herzergreifende Version des von Billie Holiday bekannt gewordenen Anti-Rassismus- Lamentos „Strange Fruit“, das im politischen Spiegel der Jetztzeit auch heute noch aktuell erscheint, oder Mateos Interpretation von Lou Reeds Außenseitersong „Walk On The Wild Side“, werden die Parallelen schnell deutlich. Ihre intensivsten Momente hat Mateo vielleicht, wenn sie in ihrer Muttersprache singt und ihre slawischen Wurzeln sprießen lässt, „wenn im dunklen Brodeln der Musik deutlich wird, dass diese Stimme eine eigene Geschichte zu erzählen hat“. (Die Zeit)

Mit „Heart of Darkness“ zeigte die Sängerin eindrücklich, dass man auch in jungen Jahren einen einzigartigen Stil entwickelt haben kann, der geprägt ist von Offenheit, Vielfalt und großer Tiefe. Dies wurde durch die Auszeichnung mit dem ECHO Jazz 2016 in der Kategorie „Newcomer des Jahres“ honoriert.

De Profundis, lateinisch: aus der Tiefe. Der Albumtitel des im März 2017 bei ACT erschienenen neuen Albums signalisiert die Richtung, den roten Faden. Auf „De Profundis“ bündeln sich Erfahrungen der letzten Jahre, die Mateo mit ihrer Band während ausgedehnter Tourneen sammeln konnte. Sie führen zu einer fokussierten Spielhaltung, deren pointierte Dynamik von feinen Nuancen bis zu kraftvollen Verdichtungen reicht. Mateo fesselt mit Intensität durch Zurückhaltung. Reduktion sowie gezielte Instrumentierung schaffen intime Nähe und einen unverwechselbaren Sound. Leise Passagen mit Gänsehaut-Atmosphäre kontrastieren mit überraschend energiegeladenen Aufschwüngen.

Bemerkenswert ist, wie perfekt Sebastian Gille sich auf dem neuen Album in die Band einfügt. Seine variablen, einfühlsamen Modulationen auf dem Tenorsaxophon verstärken Stimmungen, sein charakteristischer, gezielt angerauter Ton bereichert den Sound der Band.

Verglichen mit ihrem weithin gelobten ACT-Debüt „Heart of Darkness“ singt Natalia Mateo auf „De Profundis“ häufiger in ihrer Muttersprache Polnisch. Neben einem traditionellen Lied aus ihrer alten Heimat haben sich Mateo und ihre Band auch jüngere Stücke anderer Autoren angeeignet und interpretieren diese auf sehr eigene Art. Etwa Krzysztof Komedas Thema für Roman Polańskis Filmklassiker „Rosemary’s Baby“ sowie Dolly Partons „I Will Always Love You“. Letzteres zeigt sich dank verschobenem Rhythmus und neuen Harmonien in ganz neuer Gestalt.

Ob Eigenkomposition oder Cover, melodisch-leise oder kantig-dynamisch, melancholisch gestimmt oder ungehalten: die Spannweite auf „De Profundis“ ist groß und jeder Titel offenbart stärker denn je Natalia Mateos eigenständiges Profil.

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Diese junge (…) Vokalistin hat das gewisse Etwas, mit dem sie die Stoffe mit Individualität und Glaubwürdigkeit auflädt und ihr Programm sinnlich plausibel macht, dazu ein dezent sekundierendes Quintett (…). Eine sehr bemerkenswerte Ankunft ergibt das jenseits des Üblichen, weil hier Charisma, Weltläufigkeit und unalltägliche Arrangements in eine eigene Ästhetik transformiert werden.

-LEIPZIGER VOLKSZEITUNG-

Im 100. Geburtsjahr von Billy Holiday wagt sich die 31-jährige auf ihrem Album „Heart of Darkness“ an „Strange fruit“ heran – und interpretiert den tragischen Song zeitgemäß und überzeugend.

-Spiegel Online-

Unangepasst, eigen, unprätentiös im Auftreten, mit einer umwerfenden Wucht aus Melancholie und Kraft in der Stimme

-Deutschlandradio Kultur-

Diese Stimme hat eine eigene Geschichte zu erzählen.

-DIE ZEIT-