Timo Vollbrecht

Fly Magic

Timo-i-Cover

Timo Vollbrecht      sax & clar

Keisuke Matsuno   guitar

Elias Stemeseder    piano & synth

(Bernhard Meyer    bass)

Jason Burger    drums

(Sebastian Merk    drums)

 „Timo Vollbrechts warm-timbrierter Ton zeigt unprätenziöse Eleganz.“

FAZ

Wohnhaft in Brooklyn und verwurzelt in Berlin, bewegt sich Timo Vollbrecht am liebsten an der Schnittstelle von komponierter und improvisierter Musik. Er ist laut der New York City Jazz Record ein „brillanter deutscher Saxofonist und Bandleader, dessen Musik mit rhythmischer Finesse und eleganten Modulationen glänzt.“ Musikalisch geht Vollbrecht seinen ganz eigenen Weg und verfolgt dabei eine behutsam konzipierte Klang-Vision. Sie balanciert emotionale Ausdruckskraft und lebhafte Energie mit herrlicher Schlichtheit. Das Ergebnis ist ein Sound, der nuanciert statt plakativ auftrumpfend daherkommt und in seiner zurückhaltenden Beharrlichkeit starke emotionale Bilder schafft. Seine melodiösen Kompositionen setzen sich über Genre-Grenzen hinweg, indem sie Jazz mit Elementen aus Post-Rock, Indie, Neuer Musik, Experimental und instrumentalem Songwriting verbinden. Gefeiert wird Vollbrecht indes für seinen warm-timbrierten Ton, in den „man sich wie in eine warme Decke hüllen kann“ (JazzThing).

FLY MAGIC heißt seine Band, die zwei Alben veröffentlichte, rund um den Globus tourt und auf Festivals in Europa, den USA, Asien, Australien, im Nahen Osten und Südamerika auftritt. Sie besteht aus vier herausragenden Improvisatoren, die der New Yorker / im europäischen Line-up der New Yorker und Berliner Szene entspringen: Gitarrist Keisuke Matsuno, Keyboarder Elias Stemeseder (bzw. Bassist Bernhard Meyer), Schlagzeuger Jason Burger (bzw. Schlagzeuger Sebastian Merk) sind allesamt Vollbrechts langjährige musikalische Partner. Ihr Gestaltungswille entspringt der explosiven Schnittstelle verschiedener Stile und kultureller Herkünfte, wie ihr aktuelles Album Faces in Places (Berthold Records) zeigt. Das Album erzählt die Geschichten von zehn Bekanntschaften, welche die Musiker während ihrer weltweiten Konzertreisen machten und entführt den Hörer zu Begegnungen mit Mala aus Malaysia, Muhammad aus Syrien oder Tiffany aus Singapur. Zuvor veröffentlichten sie mit der gleichnamigen Platte Fly Magic (Berthold Records) ein Werk, dass das Magazin Jazzpodium „zu den herausragenden Aufnahmen eines deutschen Musikers in 2016“ zählte.

Die Improvisationsfreude dieses Quartetts, seine Detailschärfe und die Lust, unerforschte Wege zu erkunden, verhilft dieser Musik an die Spitze zeitrelevanter improvisierter Musik.

stern_gr

Timo Vollbrecht ist gebürtiger Niedersachse und studierte Saxofon am Jazz-Institut Berlin und an der New York University. Zu seinen Lehrern zählten Mark Turner, Joe Lovano und Stefon Harris. Er trat mit Branford Marsalis im Village Vanguard auf und spielte mit Kenny Werner, Randy Brecker, Carlos Bica, Mike Mainieri und der Pop-Ikone Robbie Williams. Darüber hinaus wurde er in zahlreichen internationalen Medien gefeiert und die New Yorker Jazz-Bibel Hot House präsentierte ihn als Featured Artists Of The Month. Er spielt regelmäßig für Tourneen für das Goethe-Institut und konzertierte auf dem Winter Jazz Fest New York, Jazz at Lincoln Center, Blue Note und der Jazzwoche Burghausen. Des Weiteren schrieb er Musik für Tanz im Rahmen des Emergences Festivals in Luxemburg und komponierte ein Streichquartett für das renommierte New Yorker JACK Quartet. Er ist Adjunct Professor für Jazz an der NYU und schreibt im Bereich der Jazz Studies an seiner Doktorarbeit.

Gitarrist Keisuke Matsuno ist ein wahrer Sound Artist. Der aus Berlin stammende Sohn japanischer Eltern studierte Gitarre an den Musikhochschulen in Weimar, Luzern und New York und hat sich in der internationalen Musikszene durch sein Talent für die Kreation von Klanglandschaften einen Namen gemacht. Seit er 2010 nach New York zog, arbeitet er mit einer Reihe spannender Künstler zusammen: Mit John Zorn führte er dessen Bagatellen-Sammlung im Village Vanguard auf und spielte mit Jim Blacks Guitar Quartet im National Sawdust, The Stone und anderen New Yorker Clubs. Des Weiteren arbeitet er mit dem Elektronik-Künstler Lars Graugaard zusammen und wurde in Misaki Matsuis Kurzfilm „With Kenji and Keisuke“ gefeatured. Das Blow Up Magazin beschrieb ihn treffend: “most extravagant, mind-blowing, and unheard-within-the-unheard.”

Elias Stemeseder wurde 1990 im österreichischen Salzburg geboren und studierte Jazzklavier am Jazz-Institut Berlin. Dort wurde er von u.a. von Greg Cohen und John Hollenbeck unterrichtet. Seit 2008 verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit dem New Yorker Avantgarde-Schlagzeuger Jim Black. Im Trio mit dem Bassisten Thomas Morgan nahmen Stemeseder und Black die CDs „Somatic“ (2012) und „Actuality“ (2014) auf und spielten europaweite Konzerttourneen. Zusammen mit Jim Black ist Stemeseder auch Mitglied des Trios Eyebone mit Nels Cline. Des Weiteren spielt er momentan u.a. mit Musikern wie Oskar Gudjonsson, Anna Webber und Philipp Gropper.

Jason Burger stammt aus Kalifornien und studierte an der renommierten Manhattan School of Music in New York Jazz-Schlagzeug. Er lebt in Brooklyn und tritt in legendären Clubs wie der Jazz Gallery oder dem Iridium auf, während er auf dem MTV gefeatured wurde. Er ist ein vielseitiger Drummer, der Grooves aus Indie-Rock und moderner Song-Kultur mit in sein Spiel integriert und insbesondere in der New Yorker Singer-Songwriter-Szene gefragt ist. Für seine herausragende Musikalität und sein progressives Spiel erhielt er den Louis Armstrong-Preis.

Bernhard Meyers spezielles, melodiesattes Spiel auf dem Halbresonanz-Bass beeindruckt seit Jahren die deutsche Jazz-Szene. Auch als Komponist ist er äußerst produktiv und spielt gemeinsam mit John Hollenbeck, Kurt Rosenwinkel, Jim Black, Eric Schäfer, Andi Haberl und seinem Bruder Peter Meyer. Er ist sowohl als Leader seines eigenen Quintetts als auch als Mitglied des erfolgreichen MELT Trios bekannt.

Sebastian Merk, gehört zu den führenden Schlagzeugern Deutschlands und ist Professor an der Musikhochschule in Dresden. Für seine Zusammenarbeit mit Johannes Enders, Kurt Rosenwinkel, Lee Konitz, Spaniol4, Bartmes und Sebastian Studnitzky erhält der hochtalentierte Komponist internationale Anerkennung. Er ist von Haus aus Tüftler und schleppt stets einen Koffer voll elektronischer Synthesizer-Instrumente auf Tour mit, die er im Hotelzimmer aufbaut und manchmal auch mit auf die Bühne nimmt.

stern_gr

Es mag an der Stückauswahl, der Detailschärfe und der Improvisationsfreude des gut eingespielten Quartetts liegen, dass Fly Magic in der Fabrik neben vielen Klangfarben eine unerwartete und anhaltende Intensität entwickelt.

Norbert Krampf, FAZ 12/2018

Ein Berliner Saxofonist in New York, zu dessen spritzigem Sound der Gitarrist Keisuke Matsuno sehr beiträgt.

Die ZEIT, Magazin Nr. 32/2017, Ulrich Stock, Albumrezension

Belonging to the “who’s who of Brooklyn-centric stars.

Downbeat Magazine, Hilary Brown, 10/2018

Vor allem aber ist ein kraftvoller Ton vom Saxofon zu hören. Und damit ein Musiker, der sich der Ahnen und Urahnen sehr bewusst ist, zugleich aber ganz genau weiß, dass nur er selber für die eigene Unverwechselbarkeit sorgen kann […] Eine echte Entdeckung.

NDR, Michael Laages, 04/2016

Mit ‘Fly Magic’ hat Timo Vollbrecht ein Album eingespielt, das am Ende des Jahres sicherlich zu den herausragenden Aufnahmen eines deutschen Musikers in 2016 gezählt werden wird.

Jazzpodium, Thorsten Hingst, 08/2016

In Vollbrechts Sound kann man sich hüllen wie in eine warme Decke.

JazzThing, Rolf Thomas, 03/2016